Die Halle im Erdgeschoss ist insbesondere dem Handwerk, der Landwirtschaft, aber auch dem Einzelhandel der vergangenen 200 Jahre gewidmet. Im Zugang zur Halle ist ein Kolonialwarenladen aus den 1930er Jahren aufgebaut. Durch einen begehbaren Glasboden ist ein Weinkeller zu sehen. An der Rückwand sind die Wagnerei und Geräte der Landwirtschaft und der Winzerei aufgestellt. Zentral im Raum ist die funktionsfähige Schmiede, die bei besonderen Anlässen in Betrieb genommen wird. Neben Werkzeugen und Maschinen sind auch Erzeugnisse des Schmiedehandwerks zu sehen. Hinter der Schmiede kann eine Schuhmacherwerkstatt besichtigt werden.
== Inhaltsverzeichnis ==
[[Datei:GHV_EG_5H4A6783_th.jpg|thumb|350px|Blick in das Erdgeschoss]]
** [[#Schere im Wandel der Zeit|Schere im Wandel der Zeit]]
** [[#Schere als Wappenfigur|Schere als Wappenfigur]]
** [[#Die Schafschere und der GHV Maulbronn|Die Schafschere und der GHV Maulbronn]]
* [[#Einzelnachweise|Einzelnachweise]]
=== Schmiede ===
Die Halle im Erdgeschoss ist insbesondere dem Handwerk, der Landwirtschaft, aber auch dem Einzelhandel der vergangenen 200 Jahre gewidmet. Im Zugang zur Halle ist ein [[Kolonialwarenladen]] aus den 1930er Jahren aufgebaut. Durch einen begehbaren Glasboden ist ein [[Weinkeller]] zu sehen. An der Rückwand sind die [[Wagnerei]] und Geräte der Landwirtschaft, [[Küferei]] und der [[Winzerei]] aufgestellt. Zentral im Raum ist die funktionsfähige [[Schmiede]], die bei besonderen Anlässen in Betrieb genommen wird. Neben Werkzeugen und Maschinen sind auch Erzeugnisse des Schmiedehandwerks zu sehen. Hinter der Schmiede kann eine [[Schuhmacherwerkstatt]] besichtigt werden.
In der Schmiede werden Werkstatt, Werkzeuge, Maschinen und Erzeugnisse des Schmiedehandwerks gezeigt. Die noch heute funktionsfähige Schmiede-Esse ist ein Nachbau von Dieter Ziegelbauer mit Originalgegenständen. Die Werkzeuge an der Wand stammen aus der Klosterschmiede, dem Gebäude neben dem Maulbronner Rathaus, und können auf etwa 1880 datiert werden.<ref>nach Dieter Ziegelbauer - Januar 2019</ref> Der große, noch verwendete Amboss stammt von ca. 1900<ref>Spende Hatto Zeidler</ref>, der kleinere Amboss kann auf das 16. Jahrhundert datiert werden.<ref>Spende Klaus Krüger</ref>
=== Schuhmacherwerkstatt ===
*[[Schmiede]]
Die Schusterwerkstatt entspricht in ihrer Ausstattung der Zeit um 1910/20. Jedoch waren Schustereien in dieser Form noch bis in die 1950er/60er Jahre auch in Maulbronn zu finden. Die Grundausstattung stammt wohl von Frieder Braun aus Knittlingen.<ref>nach Kurt Haas Juli 2019</ref>
*[[Schuhmacherwerkstatt]]
*[[Wagnerei]]
=== Wagnerei ===
*[[Küferei]]
(Abschnitt noch zu ergänzen)
*[[Kolonialwarenladen]]
*[[Winzerei]]
=== Kolonialwarenladen ===
*[[Schäferei]]
Der Laden im Erdgeschoss erinnert an den Gemischtwarenladen von Karl Vogt in der Maulbronner Vorstadt. Das gesamte Ensemble repräsentiert einen Laden der 1900–1930er Jahre.
Der Weinbau hat in Maulbronn eine lange Tradition. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Werkzeuge und Gerätschaften der Winzerei, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre verwendet wurden.
=== Schäferei – Schafschere ===
Am Treppenaufgang vom Erdgeschoss zum Obergeschoss finden sich Exponate zum Thema Schäferei, darunter eine historische Schafschere.
==== Schere im Wandel der Zeit ====
Seit dem Mittelalter ist der Gebrauch der Schafschere belegt. So zeigt das Stundenbuch des Herzogs von Berry von 1410 für den Monat Juli eine Schafschur.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Très_Riches_Heures#Juli</ref>
==== Schere als Wappenfigur ====
Die Schafschere hat in vielen Wappen als gemeine Figur Einzug gehalten, z. B. im Wappen von Ispringen.<ref>https://www.leo-bw.de/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/7026/ort</ref>
==== Die Schafschere und der GHV Maulbronn ====
Die Schafschere ist das Logo des Geschichts- und Heimatvereins Maulbronn.
Die Halle im Erdgeschoss ist insbesondere dem Handwerk, der Landwirtschaft, aber auch dem Einzelhandel der vergangenen 200 Jahre gewidmet. Im Zugang zur Halle ist ein Kolonialwarenladen aus den 1930er Jahren aufgebaut. Durch einen begehbaren Glasboden ist ein Weinkeller zu sehen. An der Rückwand sind die Wagnerei und Geräte der Landwirtschaft, Küferei und der Winzerei aufgestellt. Zentral im Raum ist die funktionsfähige Schmiede, die bei besonderen Anlässen in Betrieb genommen wird. Neben Werkzeugen und Maschinen sind auch Erzeugnisse des Schmiedehandwerks zu sehen. Hinter der Schmiede kann eine Schuhmacherwerkstatt besichtigt werden.