Erna Schenk
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Erna Schenk (* 17. April 1907; † 22. Oktober 1996) gehörte zu jener Generation von Unternehmerinnen, die nicht laut auftraten, aber durch Tatkraft und Beharrlichkeit ganze Betriebe prägten. In Maulbronn war ihr Name über Jahrzehnte eng mit der Aluminium-Gießerei der Familie Schenk verbunden.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Willy Schenk [1] führte sie das Unternehmen durch die Nachkriegszeit, eine Phase, in der Material knapp war und Improvisation zum Alltag gehörte. Als Willy 1958 unerwartet verstarb, stand Erna plötzlich allein an der Spitze des Betriebs – in einer Zeit, in der Frauen in technischen Branchen noch eine Ausnahme waren.[2]
Doch anstatt sich zurückzuziehen, übernahm sie entschlossen die Verantwortung. Mit ruhiger Hand, aber klaren Vorstellungen führte sie die Gießerei weiter, modernisierte Abläufe und hielt den Betrieb über viele Jahre hinweg auf Kurs. Mitarbeitende beschrieben sie später als „streng, aber gerecht“ – eine Frau, die wusste, was sie wollte, und die sich Respekt durch Kompetenz erwarb.
Ein Porträt aus dem Jubiläumsjahr 1988 zeigt sie im hohen Alter: aufrecht, konzentriert, mit einem Blick, der verrät, wie sehr sie ihr Unternehmen geprägt hat. Es ist das Bild einer Unternehmerin, die nicht im Rampenlicht stand, aber deren Wirken in Maulbronn Spuren hinterließ.


Einzelnachweise
- ↑ https://grabsteine.genealogy.net/tomb.php?cem=5804&tomb=48&b=&lang=de
- ↑ aus Unternehmens-Festschrift 75 Jahre Schenk