Schmiede
Schmiede
In der Schmiede werden Werkstatt, Werkzeuge, Maschinen und Erzeugnisse des traditionellen Schmiedehandwerks präsentiert. Die noch heute funktionsfähige Schmiedeesse ist ein Nachbau von Dieter Ziegelbauer, der unter Verwendung von Originalteilen gefertigt wurde. Die an der Wand angebrachten Werkzeuge stammen aus der Klosterschmiede – dem Gebäude neben dem Maulbronner Rathaus – und lassen sich auf etwa 1880 datieren [1].
Der große, noch in Gebrauch befindliche Amboss stammt aus der Zeit um 1900 [2], während der kleinere Amboss [3] auf das 16 Jahrhundert datiert werden kann.
Zu den ausgestellten Maschinen gehören eine Ständerbohrmaschine [4], ein Transmissionsantrieb sowie eine sogenannte „Reifenrundmaschine“ zur Herstellung von Fassreifen [5]. Die Transmission war bis 1963 auf dem Elfinger Hof im Einsatz und wurde dort von der Familie Haas genutzt. Ein Elektromotor diente zuletzt als Antrieb für eine Obstmühle bzw. eine Angerschen- (Rüben-)Mühle [6].
In einer Vitrine sind Schmiedewaren aus dem 17. bis 19. Jahrhundert ausgestellt: darunter Schlüssel [7], Wetterhähne, Schlösser, Glocken, eine Fußfessel, ein Pfannenknecht, ein Breitbeil zur Anlage von Abflussgräben sowie ein Wirtshausausleger aus dem Jahr 1900 von A. Waldbüßer. Abgerundet wird das Ensemble durch den Konstruktionsplan des Meisterstücks von Hermann Schempf aus dem Jahr 1963.
Bilder:
Schmiede Esse Hämmer Reifen-Rund-Maschine Werkbank Amboss 16.Jahrhundert