Schafhof: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:GHV_Weinland.JPG|thumb|350px|Kopf von David Friedrich Weinland vor Hausnummer 2 - [[Maulbronner_Köpfe|Maulbronner Köpfe]]]]
[[Datei:GHV_Weinland.JPG|thumb|350px|Kopf von David Friedrich Weinland vor Schafhof Nr. 2 - [[Maulbronner_Köpfe|Maulbronner Köpfe]]]]


Die Straße verbindet mit vielen Biegungen und Nebenarmen die Heilbronner Straße mit der Stuttgarter Straße. <br>
Die Straße verbindet mit vielen Biegungen und Nebenarmen die Heilbronner Straße mit der Stuttgarter Straße. <br>

Version vom 17. Februar 2026, 23:43 Uhr

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Modell des Schafhofes im Museum
Blick auf Schafhof 2 (heute Kunstmuseum) im Modell
Modell - Im Hintergrund Schafhof 14
Modell - Gebäude Schafhof 3
Ochsengespann auf dem Schafhof Maulbronn - rechtes Gebäude, das heutige Museum auf den Schafhof


Der Schafhof ist eine Straße in Maulbronn östlich des Klosters im früheren landwirtschaftlichen Klosterbereich im Naturpark Stromberg-Heuchelberg.


Kopf von David Friedrich Weinland vor Schafhof Nr. 2 - Maulbronner Köpfe

Die Straße verbindet mit vielen Biegungen und Nebenarmen die Heilbronner Straße mit der Stuttgarter Straße.


Historie

Der Schafhof ist der älteste Besiedlungsplatz Maulbronns und nur wenige Schritte vom Zisterzienserkloster entfernt. Ursprünglich brachen die Mönche dort die ersten Sandsteine für den Klosterbau. Heute noch sieht man die Bruchsteinkante des ehemaligen Steinbruchs. Vermutlich wurde der Steinbruch aufgegeben, weil die Steine nur noch aus den tieferen Schichten herausgebrochen werden konnten, was ein großer Aufwand wäre. Die Mönche machten anschließend aus diesem Steinbruchgebiet einen Wirtschaftshof. Sie bauten um den Hof eine steinerne Mauer, die teilweise noch heute erkennbar ist.

1575 wurde der Schafhof in offiziellen Unterlagen noch als „Hof Steingrube“ bezeichnet, was auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes hinweist. Anfang des 17. Jahrhunderts nannte man den Hof auch „Schafhof“ oder „Ochsenhof“, weil hier sowohl die Schäferei als auch der Ochsenmaststall waren.

1607 wurde der Schafhof erstmals an einen Verwalter (=Meier - Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „"Meier"“) verpachtet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Schafhof aus 3 Wohngebäuden, verschiedenen Ställen, Scheunen und Gärten. Auch das Meiereihaus gehörte dazu. Laut Lagerbuch von 1725 war die Schäferei an einen Bestandsschäfer verpachtet, der mit seiner Familie und den Knechten im Schäfereihaus mitten auf dem Hof wohnte (heute Schafhof 8).

1747 umfasste die Schäferei ca. 400 Tiere.

1838 wurde die Gemeinde Maulbronn gegründet. Somit endete die Verpachtung des Schafhofs durch das Kameralamt (staatliche Finanzbehörde). Ab 1842 wurde ein Teil der Gebäude auf dem Schafhof an Maulbronner Familien verkauft. In den nächsten Jahrzehnten wurden immer mehr Häuser auf und um den Schafhof herum errichtet.

Alte Fachwerkhäuser prägen bis heute das Bild des Schafhofs. Seit 2003 befindet sich im ehemaligen Schafstall das Museum des Maulbronner Geschichts- und Heimatvereins Vereinshomepage.


Modell des Schafhofs

Das Modell im Maßstab 1:87 stellt den Schafhof um 1850 dar. Es wurde von Vereinsmitglied Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September 2010 dem Museum auf dem Schafhof übergeben.