Schafhof: Unterschied zwischen den Versionen

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=Schafhof (Maulbronn)=
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[[Datei:GHV_Modell_Schafhof_8.jpg|thumb|350px|Modell des Schafhofes im Museum]]


Modell des Schafhofes im Museum
[[Datei:GHV_Modell_Schafhof_6.jpg|thumb|350px|Blick auf Schafhof 2 (heute Kunstmuseum) im Modell]]


[[Datei:GHV_Modell_Schafhof_2.jpg|thumb|350px|Modell - Im Hintergrund Schafhof 14 ]]


Im Schafhof - links Nr.8 - rechts Nr.3
[[Datei:GHV_Modell_Schafhof_5.jpg|thumb|350px|Modell - Gebäude Schafhof 3 ]]


[[Datei:GHV altes Bild aufdemSchafhof.jpg|thumb|350px|Ochsengespann auf dem Schafhof Maulbronn - rechtes Gebäude, das heutige Museum auf den Schafhof]]


Im Schafhof - rechts Nr.14 - links Nr.7


Der Schafhof bildet ein östlich des Klosters gelegenes Gebiet in Maulbronn, das einst zum landwirtschaftlichen Nutzbereich des Kloster Maulbronns gehörte.


Museum auf dem Schafhof - rechts Nr.6 - links im Hintergrund Nr.12
[[Datei:GHV_Weinland.JPG|thumb|350px|Kopf von David Friedrich Weinland vor Schafhof Nr. 2 - [[Maulbronner_Köpfe|Maulbronner Köpfe]]]]
Schafhof ist eine Straße in Maulbronn östlich des Klosters im früheren landwirtschaftlichen Klosterbereich im Naturpark Stromberg-Heuchelberg.


Die Straße „Schafhof“ schlängelt sich mit vielen Biegungen und Abzweigungen durch das Areal und verbindet die Heilbronner Straße mit der Stuttgarter Straße. <br>


<gallery mode="slideshow" widths="150" heights="150" caption="Gebäude auf dem Schafhof - bitte blättern">
Datei:GHV_Schafhof_5H4A6855_th.jpg|Schafhof Nr. 8 (li) - Schafhof Nr. 3 (re)
Datei:GHV_Schafhof_5H4A6874_th.jpg|Schafhof Nr. 6 - Museum auf dem Schafhof (früherer Schafstall des Klosters) - Schafhof Nr. 4 (re)
Datei:GHV_Schafhof_5H4A6756_th.jpg|Schafhof Nr. 8 - Antiquitäten Dieter Ziegelbauer - historisch Meierei
Datei:GHV_Schafhof_5H4A6838_th.jpg|Schafhof Nr. 8 - Nr. 2 - Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich - Schafhof Nr. 3
Datei:GHV_Schafhof_5H4A6835_th.jpg|Schafhof Nr. 14 (li) - Schafhof Nr. 8 (re)
Datei:GHV_Schafhof_5H4A6834_th.jpg|Blick in die Museumsgasse


Kopf von David Friedrich Weiland vor Hausnummer 2
</gallery>




Gebäude in der Straße - Nr.28
==Historie==
Der Schafhof ist der älteste Besiedlungsplatz Maulbronns und nur wenige Schritte vom Zisterzienserkloster entfernt. Ursprünglich brachen die Mönche dort die ersten Sandsteine für den Klosterbau. Heute noch sieht man die Bruchsteinkante des ehemaligen Steinbruchs. Vermutlich wurde der Steinbruch aufgegeben, weil die Steine nur noch aus den tieferen Schichten herausgebrochen werden konnten, was ein großer Aufwand wäre. Die Mönche machten anschließend aus diesem Steinbruchgebiet einen Wirtschaftshof. Sie bauten um den Hof eine steinerne Mauer, die teilweise noch heute erkennbar ist.


1575 wurde der Schafhof in offiziellen Unterlagen noch als „Hof Steingrube“ bezeichnet, was auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes hinweist. Anfang des 17. Jahrhunderts nannte man den Hof auch „Schafhof“ oder „Ochsenhof“, weil hier sowohl die Schäferei als auch der Ochsenmaststall waren.


Geschichte von Hausnummer 6
1607 wurde der Schafhof erstmals an einen Verwalter (=Meier - {{Wikipedia-de|Meier|"Meier"}}) verpachtet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Schafhof aus 3 Wohngebäuden, verschiedenen Ställen, Scheunen und Gärten. Auch das Meiereihaus gehörte dazu. Laut Lagerbuch von 1725 war die Schäferei an einen Bestandsschäfer verpachtet, der mit seiner Familie und den Knechten im Schäfereihaus mitten auf dem Hof wohnte (heute Schafhof 8).


1747 umfasste die Schäferei ca. 400 Tiere.


Schafhoffest 2018
1838 wurde die Gemeinde Maulbronn gegründet. Somit endete die Verpachtung des Schafhofs durch das Kameralamt (staatliche Finanzbehörde). Ab 1842 wurde ein Teil der Gebäude auf dem Schafhof an Maulbronner Familien verkauft. In den nächsten Jahrzehnten wurden immer mehr Häuser auf und um den Schafhof herum errichtet.
 
 
Antiquitätenverkauf beim Schafhoffest 2018
 


Angebot selbstgewobenene Schafwolle etc. vor Hausnummer 5
Alte Fachwerkhäuser prägen bis heute das Bild des Schafhofs. Seit 2003 befindet sich im ehemaligen Schafstall das Museum des Maulbronner Geschichts- und Heimatvereins [https://ghv-maulbronn.de/ Vereinshomepage].
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Verlauf
2 Hausnummer
3 Wanderweg
4 Historie
Verlauf
Die Straße verbindet mit vielen Biegungen und Nebenarmen die Heilbronner Straße mit der Stuttgarter Straße.


Hausnummer
2
Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich
6
Museum auf dem Schafhof (früherer Schafstall des Klosters und danach der Stadt Maulbronn)
8
Antiquitäten Dieter Ziegelbauer
Wanderweg
Der Wanderweg Museumsweg vom Kloster rund um Maulbronn führt hier vorbei.


==Historie==
==Modell des Schafhofs==
Der Schafhof ist der älteste Besiedlungsplatz Maulbronns und nur wenige Schritte vom Zisterzienserkloster entfernt. Ursprünglich brachen die Mönche dort die ersten Sandsteine für den Klosterbau. Heute noch sieht man die Bruchsteinkante des ehemaligen Steinbruchs. Vermutlich wurde der Steinbruch aufgegeben, weil die Steine nur noch aus den tieferen Schichten herausgebrochen werden konnten, was ein großer Aufwand wäre. Die Mönche machten anschließend aus diesem Steinbruchgebiet einen Wirtschaftshof. Sie bauten um den Hof eine steinerne Mauer, die teilweise noch heute erkennbar ist.


1575 wurde der Schafhof in offiziellen Unterlagen noch als „Hof Steingrube“ bezeichnet, was auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes hinweist. Anfang des 17. Jahrhunderts nannte man den Hof auch „Schafhof“ oder „Ochsenhof“, weil hier sowohl die Schäferei als auch der Ochsenmaststall waren.
Das Modell im Maßstab 1:87 stellt den Schafhof um 1850 dar. Es wurde von Vereinsmitglied Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September 2010 dem Museum auf dem Schafhof übergeben.  


1607 wurde der Schafhof erstmals an einen Verwalter (=Meier - Wikipedia zum Thema „Meier”) verpachtet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Schafhof aus 3 Wohngebäuden, verschiedenen Ställen, Scheunen und Gärten. Auch das Meiereihaus gehörte dazu. Laut Lagerbuch von 1725 war die Schäferei an einen Bestandsschäfer verpachtet, der mit seiner Familie und den Knechten im Schäfereihaus mitten auf dem Hof wohnte (heute Schafhof 8).
<gallery mode="slideshow" widths="150" heights="150" caption="Modell des Schafhofs - bitte blättern">
Datei:GHV_Modell_Schafhof_8.jpg|Übersicht - hinten rechts ehemaliger Schafstall - heute Museum auf dem Schafhof Nr.6
Datei:GHV_Modell_Schafhof_1.jpg|Blick auf Nr. 2 - heute Kunstsammlung; links Nr. 3 - historisches Fachwerkhaus
Datei:GHV_Modell_Schafhof_2.jpg|Detailaufnahme - hinten Nr. 14 - rechts Nr. 3
Datei:GHV_Modell_Schafhof_3.jpg|beim Futtereinholen
Datei:GHV_Modell_Schafhof_4.jpg|Landidylle
Datei:GHV_Modell_Schafhof_5.jpg|historisches Fachwerkhaus heute Nr. 3
Datei:GHV_Modell_Schafhof_6.jpg|große Scheune (Ochsenmaststall) heute Nr. 2 - Kunstsammlung
Datei:GHV_Modell_Schafhof_7.jpg|beim Schäfereihaus heute Nr. 8
Datei:GHV_Modell_Schafhof_9.jpg|Blick aus süd-westlicher Richtung - Gebäude hinten links Nr. 12 - rechts mitte Schäfereihaus heute Nr. 8
Datei:GHV_Modell_Schafhof_10.jpg|Blick aus westlicher Richtung - vorne links Steinbruch und Gärten
Datei:GHV_Modell_Schafhof_11.jpg|Blick aus süd-östlicher Richtung


1747 umfasste die Schäferei ca. 400 Tiere.
</gallery>
 
1838 wurde die Gemeinde Maulbronn gegründet. Somit endete die Verpachtung des Schafhofs durch das Kameralamt (staatliche Finanzbehörde). Ab 1842 wurde ein Teil der Gebäude auf dem Schafhof an Maulbronner Familien verkauft. In den nächsten Jahrzehnten wurden immer mehr Häuser auf und um den Schafhof herum errichtet.


Alte Fachwerkhäuser prägen bis heute das Bild des Schafhofs. Seit 2003 befindet sich im ehemaligen Schafstall das Museum des Maulbronner Geschichts- und Heimatvereins.
[[Category:Schauplätze]]

Aktuelle Version vom 2. März 2026, 11:25 Uhr

Hauptseite > Schafhof

Modell des Schafhofes im Museum
Blick auf Schafhof 2 (heute Kunstmuseum) im Modell
Modell - Im Hintergrund Schafhof 14
Modell - Gebäude Schafhof 3
Ochsengespann auf dem Schafhof Maulbronn - rechtes Gebäude, das heutige Museum auf den Schafhof


Der Schafhof bildet ein östlich des Klosters gelegenes Gebiet in Maulbronn, das einst zum landwirtschaftlichen Nutzbereich des Kloster Maulbronns gehörte.

Kopf von David Friedrich Weinland vor Schafhof Nr. 2 - Maulbronner Köpfe

Die Straße „Schafhof“ schlängelt sich mit vielen Biegungen und Abzweigungen durch das Areal und verbindet die Heilbronner Straße mit der Stuttgarter Straße.


Historie

Der Schafhof ist der älteste Besiedlungsplatz Maulbronns und nur wenige Schritte vom Zisterzienserkloster entfernt. Ursprünglich brachen die Mönche dort die ersten Sandsteine für den Klosterbau. Heute noch sieht man die Bruchsteinkante des ehemaligen Steinbruchs. Vermutlich wurde der Steinbruch aufgegeben, weil die Steine nur noch aus den tieferen Schichten herausgebrochen werden konnten, was ein großer Aufwand wäre. Die Mönche machten anschließend aus diesem Steinbruchgebiet einen Wirtschaftshof. Sie bauten um den Hof eine steinerne Mauer, die teilweise noch heute erkennbar ist.

1575 wurde der Schafhof in offiziellen Unterlagen noch als „Hof Steingrube“ bezeichnet, was auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes hinweist. Anfang des 17. Jahrhunderts nannte man den Hof auch „Schafhof“ oder „Ochsenhof“, weil hier sowohl die Schäferei als auch der Ochsenmaststall waren.

1607 wurde der Schafhof erstmals an einen Verwalter (=Meier - Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „"Meier"“) verpachtet. Bis Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Schafhof aus 3 Wohngebäuden, verschiedenen Ställen, Scheunen und Gärten. Auch das Meiereihaus gehörte dazu. Laut Lagerbuch von 1725 war die Schäferei an einen Bestandsschäfer verpachtet, der mit seiner Familie und den Knechten im Schäfereihaus mitten auf dem Hof wohnte (heute Schafhof 8).

1747 umfasste die Schäferei ca. 400 Tiere.

1838 wurde die Gemeinde Maulbronn gegründet. Somit endete die Verpachtung des Schafhofs durch das Kameralamt (staatliche Finanzbehörde). Ab 1842 wurde ein Teil der Gebäude auf dem Schafhof an Maulbronner Familien verkauft. In den nächsten Jahrzehnten wurden immer mehr Häuser auf und um den Schafhof herum errichtet.

Alte Fachwerkhäuser prägen bis heute das Bild des Schafhofs. Seit 2003 befindet sich im ehemaligen Schafstall das Museum des Maulbronner Geschichts- und Heimatvereins Vereinshomepage.


Modell des Schafhofs

Das Modell im Maßstab 1:87 stellt den Schafhof um 1850 dar. Es wurde von Vereinsmitglied Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September 2010 dem Museum auf dem Schafhof übergeben.