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Georg Friedrich Rudolph Theodor Herwegh (* 31. Mai 1817 in Stuttgart; † 7. April 1875 in Lichtental, heute Stadtteil von Baden-Baden) war von 1831 bis 1835 Schüler des Evangelisch-theologisches Seminars Maulbronn. | Georg Friedrich Rudolph Theodor Herwegh (* 31. Mai 1817 in Stuttgart; † 7. April 1875 in Lichtental, heute Stadtteil von Baden-Baden) war von 1831 bis 1835 Schüler des Evangelisch-theologisches Seminars Maulbronn. | ||
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Als herausragender politischer Dichter der Revolution hat sich Herwegh ins Gedächtnis der Menschheit eingeschrieben. Schon im Seminar in Maulbronn (1831/35) fiel er durch Widerstand gegen die Seminarordnung auf und wurde für Kaffeehausbesuch, verbotene Lektüre und Schuldenmachen bestraft. Auch erste Gedichte entstanden während seiner Schulzeit. Die sprachliche Ausbildung am Seminar machte ihn zu einem profilierten Journalisten, der schon bald ins schweizer, später ins französische Exil gehen musste. Eine tragende Rolle spielte er in der Märzrevolution von 1848 in Baden. Er und seine Frau Emma gehörten zu den profiliertesten Intellektuellen im Umfeld von Karl Marx und Michail Bakunin. Er schrieb u.a. 1863 das Bundeslied zur Gründung der SPD mit den bis heute zitierten Zeilen: | Als herausragender politischer Dichter der Revolution hat sich Herwegh ins Gedächtnis der Menschheit eingeschrieben. Schon im Seminar in Maulbronn (1831/35) fiel er durch Widerstand gegen die Seminarordnung auf und wurde für Kaffeehausbesuch, verbotene Lektüre und Schuldenmachen bestraft. Auch erste Gedichte entstanden während seiner Schulzeit. Die sprachliche Ausbildung am Seminar machte ihn zu einem profilierten Journalisten, der schon bald ins schweizer, später ins französische Exil gehen musste. Eine tragende Rolle spielte er in der Märzrevolution von 1848 in Baden. Er und seine Frau Emma gehörten zu den profiliertesten Intellektuellen im Umfeld von Karl Marx und Michail Bakunin. Er schrieb u.a. 1863 das Bundeslied zur Gründung der SPD mit den bis heute zitierten Zeilen: | ||
Zitat | ==Zitat== | ||
"Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will." | "Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will." | ||
Weblinks | ==Weblinks== | ||
Maulbronner Köpfe - Eine Ausstellung auf dem Schafhof Maulbronn | Maulbronner Köpfe - Eine Ausstellung auf dem Schafhof Maulbronn | ||
Version vom 13. Februar 2025, 23:50 Uhr
Georg Herwegh
Georg Friedrich Rudolph Theodor Herwegh (* 31. Mai 1817 in Stuttgart; † 7. April 1875 in Lichtental, heute Stadtteil von Baden-Baden) war von 1831 bis 1835 Schüler des Evangelisch-theologisches Seminars Maulbronn.
Dichter und Revolutionär Seminarist von 1831 – 1835 Als herausragender politischer Dichter der Revolution hat sich Herwegh ins Gedächtnis der Menschheit eingeschrieben. Schon im Seminar in Maulbronn (1831/35) fiel er durch Widerstand gegen die Seminarordnung auf und wurde für Kaffeehausbesuch, verbotene Lektüre und Schuldenmachen bestraft. Auch erste Gedichte entstanden während seiner Schulzeit. Die sprachliche Ausbildung am Seminar machte ihn zu einem profilierten Journalisten, der schon bald ins schweizer, später ins französische Exil gehen musste. Eine tragende Rolle spielte er in der Märzrevolution von 1848 in Baden. Er und seine Frau Emma gehörten zu den profiliertesten Intellektuellen im Umfeld von Karl Marx und Michail Bakunin. Er schrieb u.a. 1863 das Bundeslied zur Gründung der SPD mit den bis heute zitierten Zeilen:
Zitat
"Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will."
Weblinks
Maulbronner Köpfe - Eine Ausstellung auf dem Schafhof Maulbronn