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<small>'''[[Hauptseite]] > [[Klaus Fritz]] > {{PAGENAME}}'''</small>
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'''fett'''                                  fett


Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen
==Überschrift==                            Überschriften in


Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. <ref>Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf </ref>
===Ebene 2===                              verschiedenen


=Gasthöfe=
====Ebene 3====                            Größen
Die Maulbronner Gasthöfe <ref>Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff
</ref> von Ost nach West:


==Die Beiz==
[[Link auf eine Seite]]                    Einen internen Link zu einer
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein, da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das „Wirtshaus zur Linde“<ref>Etwa Stuttgarter Straße 77<\ref>. Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch (heute Steinbruch Lauster). Das war die äußerste Beiz - die Linde.


==Gasthaus zum Adler==
[[Link|anderer Titel]]                     anderen Wiki-Seite setzen
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das "Gasthaus zum Adler"<ref>Etwa Stuttgarter Straße 59/61[\ref]. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.


[[Datei:GHV_altes_Bild_Stgtstraße.jpg|thumb|350px|Gasthaus zum Adler auf einer alten Postkarte]]
Links auf Wikipedia
[https://museum-auf-dem-schafhof.de/index.php?title=Vorlage:Wikipedia-de]


{{Wikipedia-de|Karlsruher_SC|Karlsruher Sport Club}}


Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.
http://www.irgendwas.de                    Einen externen Link zu


Da gab's dann Bauernseufzer (Bauernbratwurst) Wikipedia zum Thema „Bauernseufzer”, Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet. Das war ein Original.
[http://www.irgendwas.de anderer Titel]    einer Webseite setzen


==Gasthaus zum Ochsen==
[[wikipedia:Sunflower|Sunflower]]
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das „Gasthaus zum Ochsen“<ref>Stuttgarter Straße 54[\ref]. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 1960er Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.
[[de:wikipedia:Sunflower|Sunflower]]
[http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenblume Große gelbe Blume]


Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.
[[Kategorie:Beispiel]]                      Artikel in die Kategorie


==Grüner Baum, Germania & Sonne==
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Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronner Straße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der „Grüne Baum“<ref>Stuttgarter Straße 37</ref> und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus „Germania“<ref>Stuttgarter Straße 38/2</ref> .


KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das "Gasthaus zur Sonne" <ref>Stuttgarter Straße 26</ref>von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später "Bistro Gewölbe".
* Äpfel                                      • Aufzählungsliste


==Wirtshäuser im Klosterhof==
* Birnen                                    • erstellen
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger.


Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das „Gasthaus zum Klosterhof“<ref>Klosterhof 5</ref>. Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt. Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof.
# eins                                      1. Nummerierte Liste


Dann gab es die Klosterschmiede<ref>Klosterhof 33</ref>, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.
# zwei                                      2. erstellen


MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller. Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen eingekehrt.


==Der Hirsch und das Hotel Klosterpost==
[[Datei:Bild.jpg|Text]]                      Bild mit Text einbinden
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das „Gasthaus zum Hirsch“<ref>Stuttgarter Straße 26</ref>. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. <ref>Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: "Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben."</ref>


Gegenüber war das „Hotel Klosterpost“<ref>Frankfurter Straße 2 / Klosterstraße</ref>, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.
[[Datei:Bild.jpg|miniatur|Text]]            Bild mit Vorschaubild


==Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele==
                                            einbinden
Daneben weiter nach Westen - war der "Badische Hof"[ref[Frankfurter Straße 6</ref>, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt. Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel <ref>Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990</ref> um die Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.


MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn.
<!-- <ul><li> Kommentar -->


==Der Scheffelhof==
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der „Scheffelhof“<ref>Frankfurter Straße 9</ref>. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 1970er <ref>Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel</ref>. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.


==Cafe Langsam==
<br>
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das Cafe Barth<ref>Frankfurter Straße 24</ref>, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 1960er „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.


Zum Stadtbahnhof
[https://www.mediawiki.org/wiki/Help:Formatting/de]
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof<ref>Bahnhof Straße 1</ref>, jetzt „Birkenhof“ weiter in Richtung Westen.


MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet…. „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..
[[Datei:GHV_Buchbinderei-Kurt-Krüger.JPG|thumb|350px|Kurt Krüger]]
[[Datei:GHV_Buchbinderei-Kurt-Krüger.JPG]] – für ein Vollbild
[[Datei:GHV_Buchbinderei-Kurt-Krüger.JPG|300px|thumb|left|Alternativer Text]] – für ein 300px breites Bild innerhalb einer Box, mit „Alternativer Text“ als Bildbeschreibung
[[Medium:GHV_Buchbinderei-Kurt-Krüger.JPG]] – für einen direkten Link auf die Datei, ohne Darstellung der Datei
[[Datei:Portalstein_Foto_Ehlers_.JPG|links|300px]]


==Gasthaus zu Hechtsee==
[[Datei:Portalstein_Foto_Ehlers_.JPG|center|300px]]
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das „Gasthaus zum Hechtsee“ <ref>Etwa Hechtsee 5</ref> das hat die Familie Gauss bis in die 1930er Jahre bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.


==Die Bahnhofswirtschaft==
[[Datei:Portalstein_Foto_Ehlers_.JPG|rechts|300px]]
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft<ref>Maulbronn West 3</ref>. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen.


Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen. Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft.


Der Getränkehandel Sommer<ref>Hölderlin Straße 16</ref> war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.
[[Media:GHV_Buchbinderei-Kurt-Krüger.JPG]]                          Datei verlinken


==Vom Fernsehen und seinen Folgen==
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.


Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.
Text<ref>Fußnote</ref>                      Fußnote


MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen.
<references />                              Alle Fußnoten auflisten


Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot. Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.
=================================================================================<br>


==Das Stadtbad==
Emilie Reutter
MR: Das Stadtbad <ref>Stuttgarter Straße 70</ref> wurde 1925 errichtet <ref>Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f</ref> Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.


===Das Haus===
{| style="width:100%; text-align:center;"
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen. Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.
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| style="width:20%|
[[Datei:GHV_Apotheke_Analysewaage.jpg|200x200px|link=Apotheken Waagen]]
<br><small>[[Apotheken Waagen|Apotheken Waagen]]</small>


KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.
| style="width:20%|
[[Datei:GHV Apotheke-Sieb-4-3Teilel.jpeg|200x200px|link=Apotheker-Siebe-Allg]]
<br><small>[[Apotheker-Siebe-Allg|Apotheker-Siebe-Allg]]</small>


===Das Bad===
| style="width:20%|
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging - linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche. Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.
[[Datei:GHV Apotheke-Keramik-Standgefaesse.JPG|200x200px|link=Apotheke - keramische Standgefäße]]
<br><small>[[Apotheke - keramische Standgefäße|Apotheke - keramische Standgefäße]]</small>
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Originale und andere Zeitgenossen
| style="width:20%|
Der Sattler Prost und die Aktentasche
[[Datei:GHV Apotheke-3-Standgefaesse.JPG|200x200px|link=Apotheke - Holz Standgefäße]]
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus <ref>Stuttgarter Straße 42</ref>, da war der Sattler Prost.
<br><small>[[Apotheke - Holz Standgefäße|Apotheke - Holz Standgefäße]]</small>


KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.
| style="width:20%|
[[Datei:GHV Apotheke-Standgefaesse-Pappe.jpg|200x200px|link=Apotheke Standgefäße aus Pappe]]
<br><small>[[Apotheke Standgefäße aus Pappe|Apotheke Standgefäße aus Pappe]]</small>


Von den Kobas', der Milch und der Sammelstelle
| style="width:20%|
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau.
[[Datei:GHV Apotheke Moerser Gross.JPG|200x200px|link=Apotheke Grosser Mörser]]
<br><small>[[Apotheke Grosser Mörser|Apotheke Grosser Mörser]]</small>
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KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater haben die gewohnt. Und die haben Koba gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle <ref>Frankfurter Straße 11</ref> gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,
| style="width:20%|
[[Datei:GHV Schmiede-Alter-Amboss-auf-Sockel.jpeg|200x200px|link=Amboss 16. Jahrhundert]]
<br><small>[[Amboss 16. Jahrhundert|Amboss 16. Jahrhundert]]</small>


MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberge, da haben sie ihre Milch abgegeben.
| style="width:20%|
[[Datei:GHV Schafschere-Draufsicht-1.jpeg|200x200px|link=Schafschere]]
<br><small>[[Schafschere|Schafschere]]</small>


KF: Auf dem Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken.
| style="width:20%|
[[Datei:GHV Schrank-Loewen-Schmie-01.jpeg|200x200px|link=Schrank - Löwen Schmie]]
<br><small>[[Schrank - Löwen Schmie|Schrank - Löwen Schmie]]</small>


MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen. Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 1950er Jahren.
| style="width:20%;" |
 
<!-- Leerzelle für saubere Ausrichtung -->
Die Milchmarken für entrahmte Milch
|}
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab's vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.
 
Die Schulspeis' und der Schuhmacher Seng
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis' gewesen. In dem Knapp-Bader Haus <ref>Füllensgasse 9</ref> ist unsere Schulspeis' gewesen, in der Garage untendrin.
 
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis' kriegt.
 
MR: Daneben <ref>Füllensgasse 7</ref> war der Schuhmacher Seng.
 
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.
 
Amtsbote Wessel & Polizeidiener Kern
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstraße entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.
 
Audio abspielen
GHV Marga Reutter 1.ogg
 
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.
 
Wenn dann ein Diebstahl oder irgendwas war, musste er tätig werden. Da haben sie eine Zelle gehabt, wo sie ihn eingesperrt haben. Da draußen beim Friseur Sailer <ref>Stuttgarter Straße 42</ref> im Vorderhaus war das Kommando Gendarmerie, im Hinterhaus war der Polizeiposten.
 
 
 
Der Herr Kerl und die Zigaretten
MR: Mir denkt noch der Herr Kerl, der war beim Zoll. Und nach dem Krieg als Zigaretten wieder frei verkäuflich Waren, da haben wir in der Wirtschaft einzelne Zigaretten verkauft auch 5erPäckle und 3er Päckle, da waren dann drei Zigaretten drin, so klein waren die Schachtel.
 
Audio abspielen
GHV Klaus Fritz 1.ogg
 
Da mussten wir Buch führen, über jede Zigarre und jede Zigarette. Da kam dieser Kerl einmal im Monat und hat Kontrolle und Bestandsaufnahme gemacht. Der kam vom Zoll und wir mussten Buchführen über Zigarre und Zigarette. Das war der Herr Kerl.
 
Vom Oberamtsarzt Hase zum Musiklehrer Kuhn
KF: Da hat ein Häusle vor dem Klostertor gestanden, an dem Abhang, wo man immer den Christbaum heute reinstellt. Dort hat ein kleines Haus gestanden. Das war der Sitz vom Wundarzt Dr. Hase. In den 1930er Jahren hat man das Häusle abgerissen. Damals ist man noch nicht so oft zum Arzt gelaufen.Nur wenn es nicht mehr anders ging.
 
MR: Meine Schwiegermutter hat da noch den Haushalt gemacht.
 
KF: Er ist mit Musikerlehrer Hase nicht zu verwechseln.
 
Dem sein Nachfolger war der Musiklehrer Kuhn.
 
Der Musiklehrer Kuhn war ein Junggeselle und Weiberheld für die Damen in den 1920er und 1930er Jahre. Der wohnte in der Villa Kuhn, seine Schwester hat den Haushalt geführt. Da haben sich die ehrsamen Damen geschlagen wenn sie sich zufällig im Garten begegnet sind. Da hat es richtig Zoff gegeben.
 
Während einer Klavierstunde im Seminar, da hat er einem Seminaristen Klavierunterricht gegeben, da ist er vom Stuhl gefallen und war mausetot. Da war Herzensleid in der Maulbronner Damenwelt. Er war da um die 40 rum, der Herr Kuhn, Musiklehrer im Seminar, ein Luftikus.
 
==Der Brauereisaal==
KF: Der Veranstaltungssaal früher war der Brauereisaal. Den Saal kann man noch von der Talaue von hinten her sehen - der Saal auf den Stelzen. Das Kino ist erst nach dem Krieg entstanden. Vorher waren da die Bälle, Tanzveranstaltung und Theateraufführungen.
 
Eiskeller und Stangeneis
KF: Die Brauerei selber ist 1924 in der Inflationszeit eingegangen.
 
Drum gibt es noch den Bierkeller im Hilsebeuer im Hang drin, da wurde das Stangeneis hergestellt. In die Mitte des Kühlschranks wurde so eine Eisstange hineingestellt. Und es hat eine Woche gedauert bis so eine Stange abgetaut war. Unten ist ein Eimer hingestellt worden und da ist dann das Wasser abgelaufen. Eine Woche, dann hat man dann wieder neues gebraucht.
 
Die kamen auf so einen Wagen von schweren Ackergäulen gezogen. die Eisstange reingestellt in den Eisschrank. Da hatte man so Eisenhaken und Lederschutz. Daher kommt das Wort Eisschrank her.
 
Marga R.: Wir haben noch lange in der Gaststätte von der Brauerei Eis mitgekommen….. wurden das war hinten ein Keller vom Hilsenbäuer und da sind später Eigentumswohnungen vom Schenk hergestellt. Und ein Brauereikeller, was die Volksbank - im Nebengebäude – aufgekauft hat. Weingärtner… da unterirdischer Keller, Bierkeller von der Klosterbrauerei…... Auch die Häuser wurden beliefert mit Stangeneis. Stangeneis im Hilsebäuerkeller. Das macht man mit Salz, Wasser mit Salz... chemischer Vorgang. Meine Mutter hat Eis gemacht da hat sie eine Maschine gehabt, sie hat auch mit Salz zur Kühlung hantiert. Ich weiß nicht als Kinder, wie sie es gemacht hat. Welche Firma hat das Stangeneis?... Brauerei hat das Eis geliefert. Zusatzgeschäft. Deswegen
 
==Einzelnachweise und Anmerkungen==
<references />

Aktuelle Version vom 13. April 2026, 18:59 Uhr

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Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Karlsruher Sport Club“

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Kurt Krüger

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Text[1] Fußnote

  1. ↑ Fußnote

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Apotheken Waagen


Apotheker-Siebe-Allg


Apotheke - keramische Standgefäße


Apotheke - Holz Standgefäße


Apotheke Standgefäße aus Pappe


Apotheke Grosser Mörser


Amboss 16. Jahrhundert


Schafschere


Schrank - Löwen Schmie