Rückschau

(1.)  Frühjahrsputz  im und ums Museum
(2.) Besuch beim Verein Heimatpflege
und Kultur in Kämpfelbach
(3.)
Entziffern alter Schriften
(4.)  Überall war Handwerkszunft

 

 

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Jahrgang 2017
Donnerstag 02. März 2017
Nummer 9


Für die Stadt Maulbronn und den Geschichts- und Heimatverein (GHV) ist es nun eine besondere Bestätigung, dass die Stadt Vaihingen/Enz die Ausstellung in wesentlichen Teilen ausleihen und für einige Wochen nochmals zeigen wird.

Die Stadt Maulbronn und der GHV danken allen an der Ausstellung
Beteiligten für ihr Engagement.

Über die Ausstellung hinaus bot das Begleitprogramm spannende Einblicke in Handwerkskunst und Gebräuche.
 

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Vier Monate war die Ausstellung „überall war Handwerkszunft!" im Museum auf dem Schafhof zu sehen, begleitet von zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen. Dass man von einem Erfolg der Ausstellung sprechen kann, bezeugen die knapp 1000 Besucher, die an den Sonntagen und zu den Begleitprogrammen kamen.
 

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Am 19. Februar ging die Ausstellung „überall war Handwerkszunft" im Museum auf dem Schafhof zu Ende. Bereits zur Eröffnung am 25. November kamen zahlreiche Besucher. Auch an den Wochenenden und bei den Sonderführungen, wie mit der Volkshochschule Mühlacker, wurde die Ausstellung sehr gut angenommen. Vor allem stieß das Begleitprogramm mit den Vorträgen und Vorführen auf positive Resonanz.

Der die Ausstellung begleitende Katalog war bereits nach kurzer Zeit vergriffen.
Damit sind nicht nur sämtliche Objekte, sondern auch alle Texte und das verwendete Quellenmaterial dokumentiert.

 

 

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“Lesen alter Schriften in Kurrent- und Sütterlinschrift mit praktischen Übungen“
Unterlagen von Herrn Kittelmann

Link Alte Schriften

Wissenwertes über deutsche Ausgangsschriften im Internet

Link Deutsche Ausgangsschrift
 


Damit sortierte sich bei beim Publikum schon viel. Nun wurde es allen klar, dass Sütterlin nicht gleich Sütterlin ist,  und man sich in den Schönschreibstunden der 50er und der 60er meist der Offenbacher Schrift von 1927 bediente.  Was kaum jemand vermutete trug nun Richard Kittelmann in einer Verwaltungsvorschrift aus dem Jahre 1942 des Reichskultministeriums vor. Dort hieß es nämlich vom Grundsatz her, dass in allen deutschen Schulen auf die noch heute gebräuchliche Lateinische Ausgangsschrift bzw. im Druck auf die Antiquaschrift umzustellen sei. Das damalige Schulamt Mühlacker gab diese Anweisung an die Herren Schulleiter weiter.

Einige Hefte und Büchlein, zum Teil noch in Sütterlin gedruckt bzw. geschrieben, rettete Herr Kittelmann letztlich bei der Auflösung der Volksschule Schmie in den 70er Jahren vor dem endgültigen Verschwinden. So findet sich heute das ein oder andere Stück in den Beständen des örtlichen Stadtarchivs und gibt Aufschluss über ein Teil unserer Kulturtechniken Schreiben und Lesen.

Ein handgeschriebenes Liederbüchlein aus dem Jahre 1854 bot dann noch den Anlass um die Lektion in Sachen alte Schriften musikalisch abzuschließen. Mit “Du, du liegst mir im Herzen“ war auch für einen Übergang zum Erzählen von so manchen schulischen Erinnerungen, nicht nur was das Lesen angeht, gesorgt.

Die Vorstandschaft des GHV Maulbronn bedankte sich recht herzlich bei Frau und Herrn Kittelmann für das Ermöglichen dieses gewinnbringenden und sehr aufschlussreichen Vortrages.
 


Bilderkarussell “Entziffern alter Schriften”
 


Im Museum gingen die Stühle aus

Es ist doch sonderbar, dass manche unserer Vorträge, was die Erwartungen an die
Teilnehmerzahlen angeht, weit übertroffen werden. So wieder einmal geschehen am vergangenen Sonntag um 15.00 Uhr beim Vortrag “Wir entziffern Großvaters Briefe und Großmutters Poesiealben und Rezepte“ im Museum auf dem Schafhof.

Vielleicht war es dann doch der Referentenname Richard Kittelmann, der  knapp 60 Zuhörerinnen und Zuhörer (darunter auch eine handvoll Kinder) in die Museumsstube lockte. Sicher traf aber auch  das Thema “Lesen alter Schriften in Kurrent- und Sütterlinschrift mit praktischen Übungen“ das Interesse der Zuhörerschaft.

So verstand es der ehemalige Maulbronner Konrektor in gewohnt klarer und sehr anschaulicher Weise, zunächst einmal die historischen Bezüge dar zu stellen. Dabei schälte der Referent die Besonderheiten und geschichtlichen Hintergründe von Kurrent, Sütterlin und Offenbacher Schrift klar heraus. Ein Vergleichsschlüssel, den der Konrektor a.D. im Raum verteilen ließ, ermögliche nun den Zuhörern im Selbstversuch Kochrezepte, Heiratsurkunden und Poesiealben-Sprüche zu entziffern.
 

01 Entziffern alter Schriften


Was eine Zunftausstellung noch so alles Positive
mit sich bringen kann

Einen weiteren positiven Nebeneffekt der Zunftausstellung 2016/2017 konnten einige Vereinsmitglieder am vergangenen Sonntag in Ersingen erleben. Von dort durfte sich der GHV ein Zunftschild entleihen, dass als Leitsymbol im Schaufester des ehemaligen Elektrofachgeschäfts Haas in der Stuttgarter Straße diente. Am 27. März wurde nun dieses Schild wieder nach Ersingen zurückgebracht und gleichzeitig das dortige Heimatmuseum besichtigt.

 Beeindruckend ist alleine schon das Gebäude, in dem diese Einrichtung untergebracht ist. Es handelt sich dabei um den Zehntkasten des ehemaligen Klosters Frauenalb aus dem 16. Jh. Unter dem Dach sind auf drei Stockwerken unter anderem 14 alte Berufe dargestellt, wobei ein Schmuckkabinett gleich mehrere Berufe beheimatet.

Zunächst wurden wir vom Vorstandsmitglied Harald Wolf begrüßt.
Herr Helmut Krautmann führte uns anschließend in die Geschichte des historischen Gebäudes ein und stellte auch die besonderen Herausforde- rungen an den Ausbau des heruntergekommenen Dachgeschosses dar. Allein schon die Schönheit der gelungenen Dachstuhlrenovierung war für das Auge ein Hochgenuss. Das Gebäude selbst spiegelt die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Weinbaugemeinde Ersingen wieder, die mal evangelisch mal katholisch, doch überwiegend dem Kloster Frauenalb zehntpflichtig war. Zuletzt waren es französische Truppen, die in einem Vergeltungszug die
90.000 Liter Wein, gelagert in den Gewölbekellern unter dem Gebäude, das Tal hinabfließen ließen
.

 


Besuch beim Verein Heimatpflege und Kultur in Kämpfelbach am
Sonntag, 26.03.2017

 

Bilderkarussell vom Heimatmuseum Kämpfelbach
 

 

Nun gut – das Gebäude weiß auch von viel schöneren Zeiten zu berichten. So hat das Museum auch ein historisches Trauzimmer, das gerne für diese Amtsgeschäfte genutzt wird und bei dem das Brautpaar in den historischen Möbeln Platz nehmen darf. Das Schlafzimmer nebst Kinderbettle ist gleich gegenüber und besticht in seiner edlen und gediegenen Art. Dahinter die Küche und gegenüber wieder beindruckend schön aufgestellte Werkstätten, mit denen das Haus reichlich gesegnet ist. Nicht zu vergessen die vielen Sondervitrinen mit Ausstellungsthemen aller Art. Solchermaßen war dann auch das Kaffee- und Kuchenbuffet, das die Führung abrundete

Fazit:

Wunderschön-Beeindruckendes gesehen, hervorragend getafelt und das allerwichtigste – Freundschaft geknüpft - Museen können also noch mehr.

 

 


Frühjahrsputz im und ums Museum

 

Am Mittwochvormittag 29.März hat unsere „Gartenfee Ingrid“, den Garten schon auf
Vordermann
gebracht. Am Samstag, 1. April ( kein Aprilscherz) trafen sich fleißige „Putzfeen“ im Museum. Vom Untergeschoß bis zum 2. Obergeschoß wurden die Fenster geputzt, nicht gerade wenige, in sämtlichen Räumen, samt der Museums- küche alles abgestaubt und abgewaschen. Mehlschrank und Sammeltassengeschirr- schrank wurden aussortiert und neu eingeräumt. Ein starkes Männerteam war auch mit von der Partie. Sie schleppten Unmengen an Regalen und Regalbrettter hoch auf den Dachboden und „misteten“ dort auch aus. Nach getaner, teils schweißtreibender Arbeit, ließen wir den Nachmittag bei einer gemütlichen Kaffeerunde ausklingen.

Der GHV bedankt sich herzlich bei den fleißigen Helfern.

 

Bilderkarussell vom Frühjahrsputz
 

Überall war Handwerkszunft

Link:
 Katalog Zunftausstellung
 


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Ostern im Museum

Am Ostersonntag zeigte eine  auswärtige Museums Besucherin
ihr Können am Spinnrad.
Es würde uns freuen, wenn wir diese Besucherin für eine Vorführung
am Spinnrad zum Schafhoffest gewinnen könnten.

Bilderkarussell